Der Facharzt oder die entsprechend spezialisierte Therapieeinrichtung behandelt, wenn keine besondere Spezialisierung auf die entsprechenden Erkrankungen besteht, einige wenige Fälle jährlich. Wenn der Patient eine solch seltene Erkrankung neu bekommt, wird sie manchmal vom Hausarzt, Internist, Frauen- oder Kinderarzt erst einmal nicht bedacht, weil sie so selten ist - was den Weg bis zur definiten Diagnose verzögern kann.
Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von >0,02% (1:5000) und bei akuten Erkrankungen eine Häufigkeit von >0,04% (1:2500) mindestens einmal im Leben.
Beispiel:
Zahl der HIV-Infizierten in Deutschland. Noch seltenere Erkrankungen werden in Gesundheit heute nur dann behandelt, wenn sie auch für den Laien von Interesse sind, wie z.B. die Malaria, die mit 1500 bekannten Erkrankungsfällen in Deutschland statistisch zwar selten ist, aber für Fernreisende trotzdem eine große Gefahr darstellt.
Schräg- und Querlage: Selten liegt das Kind nicht längs in der Gebärmutter, sondern schräg oder gar quer. Dies kann passieren, wenn das Kind zu viel oder aber zu wenig Bewegungsfreiheit in der Gebärmutter hatte.
Die Querlage kann die Durchblutung des Mutterkuchens verringern und damit die Versorgung des Kindes einschränken. Ist die Fruchtblase noch nicht gesprungen, kann – unter Bereitschaft für einen Kaiserschnitt – versucht werden, das Kind in die richtige Lage zu drehen. Ansonsten wird 2–3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein Kaiserschnitt nötig.